Filmbericht vom: 2. Juni 2007
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Das Hamburg Journal des NDR berichtete am 2. Juni 2007, anlässlich der Suchttherapietage 2007 in Hamburg, über die Migranten-Arbeit unserer Beratungsstelle KODROBS Wilhelmsburg.
Ein Schwerpunkt der Suchttherapietage, so erfahren wir, war das Thema „Migration und Sucht“.
Während die Kamera sich dem Eingang der KODROBS
Wilhelmsburg nähert, berichtet der Film von jährlich 600 neuen Hilfesuchenden,
die sich mit ihren Problemen an die KODROBS Wilhelmsburg wenden.
1/3 dieser Menschen sind Migranten, zumeist Kinder von Spätaussiedlern aus der ehemaligen Sowjetunion, vorallem aber auch sehr
viele türkischstämmige, männliche Jugendliche. Sie konsumieren
Cannabis,
Alkohol und
Heroin.
Wir befinden uns nun also in der Räumlichkeiten der KODROBS Wilhelmsburg. Abuzer Cevik, dortiger Mitarbeiter, beschreibt die besondere Situation süchtiger Migrantenkinder. Sie haben zumeist keinen Schulabschluss, sind arbeitslos und nicht integriert in die deutsche Gesellschaft.
Neben zahlreichen Broschüren in den jeweiligen Muttersprachen bietet die Suchtberatungsstelle von jugend hilft jugend eine anonyme Hotline zur Kontaktaufnahme, denn Sucht ist in Einwanderfamilien in der Regel tabuisiert. Man versucht ihr mit Zwang zu begegnen, die Probleme der jungen Männer durch Heirat zu lösen oder schickt die betroffenen Kinder zu Verwandten in die Türkei; so berichtet es Abuzer Cevik.
Der Film zeigt Bilder eines Treffens zwischen dem Imam und Abuzer Cevik (Imam, arabisch: امام, deutsch: „Vorsteher, Vorbild“). Diese Treffen, so erfahren wir, finden regelmäßig statt. Der Bericht endet mit der Einsicht, dass Suchthelfer mit türkischem oder russischen Hintergrund, wie man sie in der KODROBS Wilhelmsburg antrifft, leider noch die Ausname sind.
Hintergrund: Durch die Arbeit des Suchtberaters Abuzer Cevik bietet die KODROBS als eine von sehr wenigen Beratungsstellen in Deutschland muttersprachliche Suchtberatung in türkischer und kurdischer Sprache an. Diese Beratung wird seit längerem auch als telefonische Beratung unter: 040 / 75 66 22 22 angeboten. Zu den Aufgaben gehört auch die Aufklärungsarbeit in der türkischen Gemeinde und in den Moscheen, mit Unterstützung der Imams.
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